Montag, 17. Oktober 2011

Country Huhn


Um diese Zeit letztes Jahr war ich in Tennessee auf nem Roadtrip von New York City nach New Orleans mit meiner Lieblings-Ösi-Schnalle Bianca. Nur geile Sachen gemacht und erlebt, beste Country Mucke gehört, viel unnötiges Zeug geshoppt und natürlich jede Menge geschlemmt und den größten Scheiß ausprobiert. Marschmellows auf Keks mit Schokolade überzogen, Achterbahnen in Dollywood, Little Jimmy Dickens im Grand Ole Opry, Sumpftour mit Alligatoren, Funnel Cake, Graceland, Amish Menschen, betrunken Taxi fahren in Brooklyn und perfekte Pizza. So so so gut! Ach ja und die drei Striche am Arm entstanden hier auch. Das Wetter war der Hammer und wo es hier gerade schweinekalt und ungemütlich wird denk ich natürlich noch mehr und noch lieber daran zurück. 

Gut, kulinarisch kann man sagen, dass in Tennessee einfach alles was es an Nahrungsmitteln gibt frittiert wird. Hätte mich auch nicht überrascht, wenn die einem frittierte Butter angeboten hätten, denn die haben sogar saure Gurken frittiert. Neben New York (wo es ja bekanntermaßen einfach alles gibt) war New Orleans essenstechnisch aber definitiv ein besonderes Highlight. Diese Mischung an französischem, kreolischem und allem was aus dem Meer kommt war einfach n totaler Knüller. Wichtig dabei immer alles mit dem einheimischen Cajun Powder (Gewürzmischung) würzen und auf nem Balkon sitzen, um Hurricane-schlürfend (sowas wie deren Nationalgetränk… schmeckt fruchtig und erfrischt in der Hitze und macht dezent knülle) in die kleinen Gassen zu schauen und nem Jazz-Trompeter zu lauschen. 

Von diesem Koppkino-Erinnerungen inspiriert beschloß ich, dass Walli auch mal wat vonner Südstaaten Küche erleben muss. Also Cowboybotten an, Statson hat aufjesetzt und einmal laut „Howdy“ gerufen und los jings:

Hühnerbrust umarmt von Banane und Speck auf Mais und weißen Bohnen
Brauchste für Viere:
  •          4 Hühnerbrüste ohne Haut
  •          1 große Dose/großes Glas weiße Bohnen (die riesen Teile)
  •          1 große Dose Mais
  •          Großes Glas Weißwein
  •          N Becher Sahne (die Mädchenversion mit Cremefine)
  •          Ordentlich Bacon oder Frühstücksspeckstreifen
  •          2 Bananen
  •          Salz, Pfeffer
  •          Ein paar Flocken Butter oder Margarine

Machste:
In ner großen Auflaufform oder aufm tiefen Backblech den Mais und die Hälfte der Bohnen klatschen. Die restlichen Bohnen mit ner Gabel zermatschen und dazugeben (is schön für den Soßenanteil). Alles mit dem Wein und der Sahne/Cremefine übergißen. Die Hühnerbrust an sich hat ja sowas wie ne Klappe hinten. Diese auch so schneiden, dass man die Brust tatsächlich so n bisschen auf- und zuklappen kann (Skalpell nicht notwendig. Chirurgische Ausbildung auch nicht) und von beiden Seiten ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen. Bananen einmal längst und einmal mittig zerteilen (macht nach Adam Riese und Eva Zwerg 8 Teile). Jeweils zwei Bananenteilchen ins Huhn einklappen und mit einem Baconstreifen umwickeln. Die Hühner aneinander gekuschelt in die Form oder das Blech auf den Körnerkram legen. Alle Hühnerteile mit dem restlichen Bacon gut zudecken, so dass das Huhn gut getarnt ins Ofenkampfgebiet ziehen kann. Bei ca. 230°C mindestens 40 Minuten gegen die Hitze kämpfen lassen. Schlacht is jewonnen, wenn der Bacon knusprig ist. Das Huhn nimmt außen die Würze vom Bacon an und die Banane wird warm und macht das Huhn butterzart. Enjoy!

Servierempfehlung: Brooks & Dunn – Play Somethin‘ Country
 














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